Karin & Helge Fesser - 25 Jahre im Maurerhansl


März 1977 bis März 2002
Insgesamt sogar 28 Jahre haben die Fessers der Gastronmie in Dießen einen Namen gegeben: Zuerst ab 1974 im "Fuchs und Has" in Dettenhofen und dann schuf das Ehepaar seit 1977 ihr eigentliches Lebenswerk, den Gasthof Maurerhansl. Anfangs als Pächter, ab 1987 als Eigentümer des seit über 400 Jahren als Gasthof belegten Anwesens in der Johannisstraße.

das erste Haus am Platz
Aller Anfang ist schwer, das galt für die Fessers auch im Maurerhansl. Die lange Tradition des Hauses hatte nicht verhindern können, dass es in den 70-er Jahren ziemlich abwärts gegangen war. In den Jahren von 1974 bis 1977 sah das Haus drei verschiedene Pächter, zwischen drin wurde einmal das Inventar - darunter auch viele Gemälde, mit denen mancher Gast seine Zeche bezahlte - versteigert. Mit Helge Fessers handwerklichem Geschick und dem sicheren Geschmack seiner Frau schafften sie seinerzeit das erste Haus am Platz.

gehoben, aber nicht abgehoben sowie zeitlos-elgant

Bis heute hat der von Karin & Helge geschaffene zeitlos-eIgante Stil des Hauses kaum eine Änderung nötig, im Gegensatz zu manch modischem Schnickschnack in anderen Häusern. Aus einer zeitweiligen "Boaz" kurz vor ihrer Zeit machten die Fessers ein gehobenes, aber kein abgehobens Lokal.

Kleinkunst und legendäre Kostümfeste

Helge Fesser sorgte für gutes Essen und gemeinsam mit seiner Frau Karin für das künstlerische Ambiente, das nicht nur bei den legendären Kostümfesten im Fasching, bei den Inszenierungen des Haus-Ensembles "Dramatische Gesellschaft Dettenhofen" und bei den regelmäßigen Kleinkunstveranstaltungen mit den Mehlprimlen oder den Biermösl Blos'n erlebt werden konnte.

"...geht`s zum Maurerhansl, da san so g'spinnerte Künstler wie ihr"
Entsprechend ist auch das Publikum, das im Maurerhansl verkehrt. Viele Seiten des Gästebuches tragen die Namen bekannter Leute. Die Lach- und Schießgesellschaft lud 1986 einmal zur Vorpremiere ihres damals neuen Programms in den Maurerhansl ein. Edgar Reiz und Robert Busch waren für ein dreiviertel Jahr fast täglich zum Abendessen im Maurerhansl, als sie in einem Ferienhaus in Dießen den zweiten Teil der "Heimat" schrieben; übrigens auf Empfehlung der damaligen Vermieterin die gesagt haben soll, "gehts zum Maurerhansl, da san a so g'spinnerte Künstler wie ihr". Anekdoten dieser Art können die Wirtsleute stundenlang erzählen. Das Gespräch mit den Gästen, das gehörte für die Fessers über all die Jahre einfach dazu. "Das Schönste war es, nach der Arbeit sich an den Stammtisch zu setzten und weiter zu reden", sagte Helge Fesser, und das dauerte nicht selten bis tief in die Nacht.