Geschichte zum Maurerhansl

Als erster Besitzer des "Maurerhansl" wird ein gewisser Wolf Mayr 1580 im Diessener Archiv erwähnt. Er betrieb eine Pferdewechselstation und gab den Kutschern Unterkunft, die auf der Salzstrasse daher fuhren, welche vom Ammersee nach Tutzing am Starnbergersee führte.

Daher stammt auch der Name "Tutzinger Hof", wie der Gasthof zeitweilig benannt war. Der immer wieder auftauchende Besitzername Johannes wird es wohl gewesen sein, der dem "Maurer" sein "hansl" gab. Woher der "Maurer" kommt bleibt im dunklen.

Ein weiterer, ob seiner Unfähigkeit Bier zu brauen, zu erwähnender Besitzer war Johann Georg Mamhofer. 1765 musste er für 2400 Gulden an das, zum Augsburger Bistum gehörende Kloster verkaufen. Die Klosterherren bauten das zu Grunde gerichtete Haus von Grund auf neu auf. So erhielt der Maurerhansl seine heutige Form. 1820 unter Johann Babtist Funk war das Haus zweitgrößter Bräu unter zehn Konkurrenten.

Wir, die Familie Fesser, pachteten 1977 den Gasthof. 1988 erwarben wir das Haus, renovierten es und gaben ihm die ursprüngliche Funktion als Herberge zurück. 1989 überreichte man uns die Auszeichnung "Haus des Jahres" für "besondere denkmalpflegerische Leistungen". 2003 wurde der Dachboden ausgebaut. Neben zwei großen Wohnungen entstand das Loft mit Blick auf den See und die Berge.